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Startschuss für neues Multifunktionsgebäude der Hochschule Niederrhein >
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19.02.2011 09:19 Alter: 7 yrs

Rheinische Post über das neue Campus Quartier

Die Rhenische Post berichtet heute über die Vision der Neuen Mitte


Artikel in der RP vom 19.02.2011

Das neue Campus-Quartier

Ein S-Bahn-Halt für die Hochschule, ein Ringstraßensystem, Plätze zum Verweilen - diese städtebaulichen Visionen sollen neues Leben in das Viertel zwischen Rheydt und Gladbach bringen. Die Initiatoren sind prominent.


Früher waren sie sozusagen Zonenrandgebiet. Hermges und Dahl lagen aus Gladbacher Sicht kurz vor Rheydt - also vor dem benachbarten Ausland. Mit dem Zusammenschluss der beiden Großstädte waren die Stadtteile plötzlich mitten in der neuen Großstadt; dazu noch mit einem starken Pfund: der Hochschule. Die Top-Lage sieht man beiden Stadtteilen aber auch 35 Jahre später noch nicht richtig an, findet Architekt Dr. Burkhard Schrammen. „Es wirkt ein bisschen wie eine Transitstrecke.“


Das soll anders werden. Und Schrammen will als einer der Köpfe des „Teams Neue Mitte“ Impulsgeber dafür sein. Der zweite prominente Kopf der Gruppe ist der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans Peter Schlegelmilch.


Seit 2008 sitzt das Team, das aus 17 Mitgliedern besteht, in Workshops regelmäßig zusammen. Was dabei herausgekommen ist, werden viele Mönchengladbacher in den kommenden Tagen in ihrem Briefkasten finden. Denn ihre Ideen zu „Mönchengladbachs Neuer Mitte“, wie die Gruppe ihr Projekt selbst getauft hat, haben sie in einer Broschüre zusammengefasst.


Die geografische Stadtmitte, zu der die Initiatoren neben Hermges und Dahl auch Ohler zählen, soll ein innovatives Quartier für Wohnen, Arbeiten und Freizeit werden. Und dies stellen sich die Planer so vor: Die Hochschule soll eine S-Bahn-Haltestelle direkt am Campus bekommen. Die Bahntrasse soll eine Untertunnelung bekommen. „Die Zäsur ist im Moment zu stark“, so Schrammen. Um die Hochschule herum sollen sich Einbahnstraßen zu einem Ring zusammenschließen. Die Richard-Wagner-Straße, für die Gruppe die schönste Allee der Stadt, wünschen sich die Planer als verkehrsberuhigte Kulturmeile. Der Garagenhof Siepensteg soll zum Treffpunkt mit Außengastronomie werden. Den Freizeitpark Dahl können sich die Planer erweitert vorstellen, der Wasserturm in Dahl (Schrammen: „Ein Highlight in diesem Viertel“) könnte ein beleuchtetes Brustband bekommen.


Die Initiative, die aus Schlegelmilchs CDU-Ortsverband Hermges-Dahl-Ohler hervorgegangen ist, versteht sich ausdrücklich als überparteilich. „Stadtplanung kann nicht vor Parteigrenzen Halt machen“, sagt Schrammen. Die Initiatoren hoffen, Mitmacher und Nachahmer zu finden. „Es kann gar nicht genug Menschen mit Herz für ihre Heimat geben, die sich Gedanken über die Stadtentwicklung machen“, sagt Schrammen. Ausdrücklich sei das Team Neue Mitte keine Konkurrenz zu den Bemühungen, einen Masterplan für die gesamte Innenstadt aufzustellen. „Als wir begannen, war von einem Masterplan noch gar keine Rede“, so Schlegelmilch. Er hofft, dass die Prozesse nun bald ineinander greifen. Für Schrammen zählt nur eines: „Es muss voran gehen mit der Innenstadt.“

Quelle: Rheinische Post vom 19. Februar 2011